Reformationstag 2026

Reformationstag 2026 - Statue Martin Luthers in Dresden (Bildquelle: Tama66, Pixabay)
Reformationstag 2026 - Statue Martin Luthers in Dresden (Bildquelle: Tama66, Pixabay)
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Auf einen Blick

Reformationstag 2026 Sa, 31. Oktober 2026
Reformationstag 2027 So, 31. Oktober 2027
  • Feiertag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
  • kein Feiertag in anderen deutschen Bundesländern
  • kein Feiertag in Österreich und der Schweiz
Karte der Bundesländer mit Reformationstag als Feiertag (rot)
Karte der Bundesländer mit Reformationstag als Feiertag (rot)
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Der Reformationstag wird jedes Jahr am 31. Oktober gefeiert. Evangelische Christen erinnern an diesem Tag an die Reformation der Kirche durch Martin Luther. Der Reformationstag 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober 2026.

Gesetzlicher Feiertag ist der Reformationstag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. In den übrigen Bundesländern ist der 31. Oktober kein gesetzlicher Feiertag.

Am Abend des Reformationstages wird außerdem Halloween gefeiert, ein ursprünglich irischer Brauch mit gruseligen Verkleidungen, der sich insbesondere in den USA inzwischen aber auch in vielen europäischen Ländern großer Beliebtheit erfreut. Die beiden Feiertage haben allerdings nur indirekt miteinander zu tun, da sowohl der Thesenanschlag Luthers als auch Halloween am Vortag von Allerheiligen gefeiert werden.

Halloween

WEITERE FEIERTAGE
Halloween

Muttertag 2026

WEITERE FEIERTAGE
Muttertag 2026

Wo ist der Reformationstag ein Feiertag?

  • Brandenburg (gesetzlicher Feiertag)
  • Bremen (gesetzlicher Feiertag)
  • Hamburg (gesetzlicher Feiertag)
  • Mecklenburg-Vorpommern (gesetzlicher Feiertag)
  • Niedersachsen (gesetzlicher Feiertag)
  • Sachsen (gesetzlicher Feiertag)
  • Sachsen-Anhalt (gesetzlicher Feiertag)
  • Schleswig-Holstein (gesetzlicher Feiertag)
  • Thüringen (gesetzlicher Feiertag)
  • Baden-Württemberg (schulfrei)
  • übrige deutsche Bundesländer (kein Feiertag)
  • Österreich (kein Feiertag)
  • Schweiz (kein Feiertag)

Der Reformationstag 2026 ist in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ein gesetzlicher Feiertag. In den übrigen deutschen Bundesländern ist der 31. Oktober kein gesetzlicher Feiertag. In Baden-Württemberg ist der Reformationstag generell schulfrei. In einigen anderen Bundesländern sollen evangelische Schüler vom Unterricht befreit werden, wenn sie den Gottesdienst besuchen wollen.

In Niedersachsen ist der Reformationstag seit 2018 dauerhaft ein gesetzlicher Feiertag. Weitere Informationen zu Arbeit, Schule und Geschäften gibt es unter Reformationstag in Niedersachsen .

In Österreich und der Schweiz ist der 31. Oktober kein gesetzlicher Feiertag: In Österreich haben evangelische Schüler am Reformationstag allerdings schulfrei, evangelischen Arbeitnehmern muss ein Besuch des Gottesdienstes ermöglicht werden. In der Schweiz wird der Reformationstag von Protestanten am ersten Sonntag im November gefeiert, im Jahr 2026 also am 1. November 2026.

Im Jahr 2017 war der Reformationstag ausnahmsweise in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Anlass war das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Seit 2018 gilt wieder eine regionale Regelung. Seitdem ist der 31. Oktober zusätzlich auch in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dauerhaft gesetzlicher Feiertag.

  • Chile (gesetzlicher Feiertag)
  • Slowenien (gesetzlicher Feiertag)

Außerhalb des deutschsprachigen Raumes ist der Reformationstag 2026 in Chile und Slowenien ein gesetzlicher Feiertag.

Wann ist der Reformationstag 2026?

Der Reformationstag wird jedes Jahr am 31. Oktober gefeiert, am Tag vor Allerheiligen. Im Jahr 2026 fällt der 31. Oktober auf einen Samstag.

Reformationstag 2026 Samstag, 31. Oktober 2026
Reformationstag 2027 Sonntag, 31. Oktober 2027
Reformationstag 2028 Dienstag, 31. Oktober 2028
Reformationstag 2029 Mittwoch, 31. Oktober 2029

Der Reformationstag wird am 31. Oktober begangen, weil Martin Luther seine 95 Thesen der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 an der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben soll.

In Sachsen ist der nächste Feiertag nach dem Reformationstag der Buß- und Bettag. In allen anderen Bundesländern, die den Reformationstag begehen, ist erst an Weihnachten wieder ein Feiertag.

Was wird am Reformationstag gefeiert?

Am Reformationstag feiern evangelische Christen, dass die Vergebung der Sünden allein durch den Glauben möglich ist - also insbesondere ohne Beichtauflagen wie Ablasszahlungen. Zu Martin Luthers Zeit war es üblich, die Vergebung der Sünden an Geldzahlungen zu knüpfen. Luther vertrat die Ansicht, dass die Vergebung der Sünden durch den Tod Jesu am Kreuz bereits geschehen sei.

Martin Luther verfasste seine 95 Thesen, in denen er die Praxis des Ablasshandels in Frage stellte, und versandte sie am 31. Oktober 1517 an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg. Die erhoffte Reaktion blieb aus, so dass Martin Luther seine Thesen an Bekannte verteilte und somit öffentlich machte.

Ob Martin Luther seine Thesen am 31. Oktober 1517 tatsächlich an die Schlosskirche in Wittenberg geschlagen hat, lässt sich weder belegen noch widerlegen. Dennoch wird dieses Datum heute als Reformationstag gefeiert.

Reformationstag 2026 - Schlosskirche Wittenberg
Reformationstag 2026 - Schlosskirche Wittenberg

Martin Luthers Reformation leitete einen Wandel in der Kirche ein: Mönche und Nonnen dürfen die Klöster verlassen. Evangelische Pfarrer dürfen heiraten. Die Gottesdienste werden erstmals in deutscher Sprache abgehalten. Im Mittelpunkt der Gottesdienste stehen Predigt und Abendmahl, Gesänge werden von der Orgel begleitet.

Die Kirchenspaltung, aus der die evangelische Kirche hervorging, war von Martin Luther übrigens gar nicht beabsichtigt. Tatsächlich wollte er eigentlich die katholische Kirche reformieren.

Wer war Martin Luther?

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben als Sohn eines Bauern und Bergmannes geboren. Am Tag nach seiner Geburt, dem Martinstag 1483, wurde er auf den Namen Martin getauft. Im benachbarten Mansfeld wuchs Martin Luther mit neun Geschwistern in einer nicht übermäßig frommen Familie auf.

Nach seiner Zeit in der Mansfelder Stadtschule besuchte Martin Luther die Domschule in Magdeburg und die Pfarrschule St. Georgen in Eisenach, wo er fließend Latein lernte. Anschließend studierte er an der Universität Erfurt.

Während eines Gewitters im Jahr 1505 entschied er sich, Mönch zu werden, und stieg im Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt schnell zum Diakon und Priester auf.

An der Universität Wittenberg studierte er schließlich ab 1508 Theologie. Von Anfang an beschäftigte er sich mit den Themen Buße, Beichte und Reue. Im Jahr 1512 promovierte Martin Luther zum Doktor der Theologie und erhielt den Lehrstuhl der Bibelauslegung an der Universität Wittenberg, den er bis zu seinem Tod am 18. Februar 1546 inne hatte.

Die Lutherbibel

Ein wesentlicher Beitrag Martin Luthers zur Reform der Kirche war seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Seine Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Lateinischen und vor allem dem Altgriechischen wurde im Jahr 1522 veröffentlicht. Unter Mithilfe anderer Theologen entstand bis 1534 eine vollständige Übersetzung der Bibel. Hierfür zog Luther auch Althebräische und Aramäische Originaltexte heran.

Eine Online-Ausgabe der Lutherbibel findet sich hier: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/

Die katholische Kirche gab aufgrund der Beliebtheit der Lutherbibel bald darauf eine eigene Übersetzung heraus - unter Zuhilfenahme von Martin Luthers Vorarbeit.

Besonderheit zum Reformationstag 2017

Im Jahr 2017 war der Reformationstag ausnahmsweise in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Anlass war das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Seit 2018 gilt wieder eine regionale Regelung. Seitdem ist der 31. Oktober zusätzlich auch in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dauerhaft gesetzlicher Feiertag.

Quelle: https://www.ekd.de/Reformationstag-10834.htm

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Dieser Artikel wurde redaktionell recherchiert und verfasst. Text ohne KI-Unterstützung.
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